| Messradsätze |
|
Die Kräfte zwischen Rad- und Schiene stellen in der Regel die Grundlage für die fahrtechnische Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen dar. Aus diesem Grund kommt der korrekten und zuverlässigen Messung der Kräfte zwischen Rad- und Schiene eine herausragende Bedeutung zu.
Die Anfänge der PROSE-Messradsatztechnologie reichen auf Entwicklungen der Deutschen Bundesbahn aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zurück. Die Messverfahren wurden in den Folgejahren durch die Deutsche Bahn und die UB-Datentechnik GmbH weiterentwickelt. Heute ist ein Stand erreicht, der es erlaubt, die Führungskräfte und die Radaufstandskräfte mit einer Genauigkeit von ±1% exakt zu messen. PROSE hat im Jahr 2009 die Technologie von UB-Datentechnik übernommen und entwickelt diese laufend weiter. Dabei wird der große Vorteil der Kompatibilität zwischen den Radsätzen der Deutschen Bahn und den PROSE-Messradsätze durch eine Kooperation gewahrt. Einzelne Entwicklungsprojekte werden auch im Rahmen dieser Kooperation durchgeführt. Grundlage für die Messung der Rad-Schiene-Kräfte bildet in jedem Fall die Messung der Verformung der Radscheibe und ggf. auch der Achswelle mit DMS-Vollbrücken. Die Messsignale werden noch in der Achswelle verstärkt und digital über optische Signale zum Messradsatzrechner im Messwagen übertragen. Dem Messradsatzrechner kommt dann die entscheidende Bedeutung zu. Durch einen geschickten Algorithmus wird aus der Verformung der Radscheibe auf die Rad-Schiene-Kräfte in vertikaler und in Querrichtung geschlossen und diese werden als Analogsignale zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung gestellt.
|
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. September 2011 um 18:35 Uhr |
